StuPa-Wahl an der HU Berlin 2018

Für eine sozialistische Perspektive gegen Nationalismus und Krieg! Wählt Liste 11!

Die IYSSE treten mit fünf Kandidaten zur Wahl des Studierendenparlaments an der Humboldt-Universität in Berlin an, die am 16. und 17. Januar 2018 stattfindet. Macht mit beim Wahlkampf und Aufbau der IYSSE! Nehmt mit uns Kontakt auf, verfolgt uns auf Facebook und verbreitet unseren Wahlaufruf und unsere Veranstaltungsreihe.

Wahlaufruf der IYSSE


Gegen rechte und militaristische Ideologie an der Uni

Die International Youth and Students for Social Equality (IYSSE) treten zu den StuPa-Wahlen an, um eine sozialistische Bewegung gegen Militarismus und Krieg, soziale Ungleichheit und den Aufstieg der extremen Rechten aufzubauen. Wir wollen verhindern, dass die Universitäten wie vor dem Ersten und Zweiten Weltkrieg wieder in staatlich gelenkte Kaderschmieden für rechte und militaristische Ideologie verwandelt werden.

Ähnlich wie in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts reagiert die herrschende Klasse auf die tiefe Krise des Kapitalismus mit Nationalismus und Krieg und versucht, jeden Widerstand dagegen zu unterdrücken. Deutschland will in den nächsten Jahren 130 Milliarden Euro mehr für Rüstung ausgeben. Google und Facebook zensieren linke und sozialistische Websites. Im Bundestag arbeiten alle Parteien mit der rechtsextremen AfD zusammen, um ihre Politik des Militarismus, der inneren Aufrüstung und des Sozialabbaus gegen den Widerstand der Bevölkerung durchzusetzen.

Wissenschaft statt Kriegspropaganda

Die IYSSE kämpfen gegen diese Entwicklung. In den vergangenen Jahren haben wir aufgezeigt, welche zentrale Rolle die Universitäten bei der allgemeinen Rechtswende spielen. An unserer Uni fordert etwa Professor Herfried Münkler, Deutschland müsse in Europa wieder als „Hegemon“ und „Zuchtmeister“ auftreten. Jörg Baberowski ist für seine Flüchtlingshetze und die Verharmlosung der Verbrechen des Nationalsozialismus bekannt. Er hat dafür von den gleichen rechtsextremen Kreisen Applaus bekommen, die in den USA Trump und in Deutschland die AfD unterstützen.

Die rechten Professoren können ihr Haupt nur deshalb so dreist erheben, weil sie im politischen Establishment Unterstützung finden. Baberowski und Münkler haben enge Verbindungen zur Bundeswehr und werden von den etablierten Medien und Parteien gegen studentische Kritik verteidigt. Obwohl in zwei Gerichtsverfahren festgestellt wurde, dass Baberowski „rechtsradikal“ und „rassistisch“ genannt und der „Geschichtsfälschung“ bezichtigt werden darf, stellte sich HU-Präsidentin und SPD-Politikerin Sabine Kunst in einer offiziellen Erklärung hinter den Professor.

Für eine sozialistische Perspektive

Dagegen wächst der Widerstand. Studierende und Arbeiter lehnen den Rechtsruck ab. Aber entscheidend ist die Frage der politischen Perspektive. Nur eine internationale sozialistische Bewegung gegen den Kapitalismus kann den Aufstieg extrem rechter Kräfte und einen erneuten Rückfall in die Barbarei stoppen. 100 Jahre nach der russischen Oktoberrevolution muss die Perspektive, die dieses historische Ereignis angeleitet hat, wieder belebt werden. Dafür kämpfen wir als die Jugend- und Studierendenbewegung der von Leo Trotzki gegründeten Vierten Internationale.

Veranstaltungsreihe der IYSSE


Während des Wahlkampfs lädt die Hochschulgruppe zu drei Veranstaltungen ein, auf denen jeweils zentrale historische und politische Fragen diskutiert werden. Die Veranstaltungen stehen nicht nur Studierenden der HU, sondern allen Interessierten offen.

Die Rückkehr des deutschen Militarismus und die Gefahr eines Dritten Weltkriegs

Nach dem Scheitern der Jamaika-Sondierungen sprechen sich Vertreter aller Bundestagsparteien gegen Neuwahlen aus und fordern eine Neuauflage der Großen Koalition oder die Bildung einer Minderheitsregierung. Die herrschende Klasse verfolgt damit das Ziel, ihre Politik des Militarismus, der inneren Aufrüstung und des Sozialabbaus weiter zu verschärfen. Sie reagiert auch auf den zunehmenden Konflikt mit den USA, die seit einem Vierteljahrhundert ununterbrochen Krieg führen, um ihre geopolitische und wirtschaftliche Vormachtstellung zu verteidigen.

Auf der Veranstaltung wollen wir über den Zusammenhang zwischen der wachsenden Weltkriegsgefahr und der kapitalistischen Krise sprechen und die Perspektive des Sozialismus vorstellen. Dabei soll es auch um die Rolle der Universitäten gehen. An der HU lehrt mit Herfried Münkler eine der zentralen Figuren der „neuen deutschen Außenpolitik“. Er fordert, die Moral „unter die Kuratel strategischen Denkens zu stellen“ und will Deutschland zum „Zuchtmeister“ Europas machen. Der rechtsradikale Professor Jörg Baberowski wird als Stichwortgeber der AfD von der Universitätsleitung hofiert und verteidigt.

Mittwoch, den 20. Dezember 2017 um 18:30 Uhr
Humboldt-Universität zu Berlin
Seminargebäude am Hegelplatz (Raum 1.103)
Dorotheenstraße 24, 10117 Berlin
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Der Aufstieg der AfD und die Lehren der 1930er Jahre

Mit der Rückkehr der herrschenden Eliten zu einer aggressiven Großmachtpolitik kehrt in Deutschland all der Schmutz zurück, der lange als überwunden galt: Rassismus, völkischer Nationalismus und extremer Militarismus. Wie der Aufstieg von Hitlers NSDAP ist auch die AfD kein Betriebsunfall. Die neofaschistische Kraft wurde von der herrschenden Klasse bewusst aufgebaut, um ihr rechtes Programm gegen die wachsende Opposition in der Bevölkerung durchzusetzen.

Warum profitiert in einem Land nach dem anderen die extreme Rechte von der Krise des Kapitalismus? Was sind die sozialen und politischen Grundlagen des Faschismus und welche Perspektive ist notwendig, um ihn zu bekämpfen? Was ist die Rolle der offiziellen „Linken“ und was sind die Lehren aus der Geschichte? Über diese wichtigen Perspektivfragen wollen wir mit einem Redakteur der World Socialist Web Site diskutieren.

Mittwoch, den 10. Januar 2018 um 18:30 Uhr
Humboldt-Universität zu Berlin
Seminargebäude am Hegelplatz (Raum 1.103)
Dorotheenstraße 24, 10117 Berlin
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200 Jahre Karl Marx – die Aktualität des Marxismus

200 Jahre nach seiner Geburt sind Karl Marx` Ideen von größter Aktualität. Der Kapitalismus führt auf der ganzen Welt erneut zu Massenelend, Krieg und Diktatur. Marx hat in seinem monumentalen Werk nachgewiesen, dass diese Entwicklung unvermeidlich ist, wenn der Kapitalismus nicht gestürzt und durch eine rational und demokratisch geplante Wirtschaftsordnung ersetzt wird.

Auf der Veranstaltung wollen wir über die philosophischen und politischen Grundzüge des wissenschaftlichen Sozialismus von Marx und Engels und ihre praktische Umsetzung durch Lenin und Trotzki in der Oktoberrevolution diskutieren. Als Jugend- und Studierendenorganisation der Vierten Internationale stützen wir uns auf dieses Erbe und kämpfen für die Wiederbelebung des Marxismus auch an den Universitäten.

Montag, den 15. Januar 2018 um 18:30 Uhr
Humboldt-Universität zu Berlin
Hauptgebäude (Hörsaal 2094)
Unter den Linden 6, 10117 Berlin

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